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Berufspolitische Informationen >> Verbandspolitik >> Bericht über die Podiumsdiskussion in Brakel

Bericht über die Podiumsdiskussion in Brakel

Veröffentlicht am 14.11.2008

- Unsozial und ungerecht-
Unter diesem Motto stand am 15. Mai dieses Jahres die Diskussion, um die immer desolater werdende Verordnungssituation im Heilmittelbereich.

Von einer Mangelverwaltung sprach Herr Dr. Thamer, Vorsitzender der KVWL.
Der KV seien dabei die Hände gebunden, da die Budgetvorgaben vom Bund festgelegt werden und daher der Verhandlungsspielraum der Länder KVn nur marginal sei.

Auf die Aussage, dass das Budget für Westfalen- Lippe besonders niedrig im Bundesvergleich sei, was eventuell auf sehr sparsame Ärzte zurückzuführen ist und daher eine Anhebungsforderung von Seiten der KV einfacher durchzusetzen wäre, fand Herr Dr. Thamer keine überzeugende Antwort.
Auch auf den Vorwurf hin er habe zu spät reagiert, lies er sich zu keiner plausible Antwort hinreißen.

Nun jedoch reagiert die KV mit einer Unterschriftenaktion gegen das Heilmittelbudget und damit für die Abschaffung von Heilmittelprüfungen.
Die Heilmittelrichtlinien bieten bereits eine gute Basis Verordnungen im Heilmittelbereich sinnvoll auf die Kriterien medizinisch notwendig und wirtschaftlich zu prüfen.

Folgend finden Sie die Unterschriftenliste, sowie einen dazugehörigen Aushang.
Wir bitten all unsere Mitglieder, auch außerhalb von Westfalen- Lippe um Teilnahme.
Sollten wir das Budget für Westfalen- Lippe zu Fall bringen können, wird die Aktivität auf alle anderen KV- Gebiete ausgeweitet.

Lassen Sie all Ihre Patienten, Geschäftspartner, Freunde und Bekannte unterschreiben und unterschreiben Sie zudem auch selbst.
Der Aushang dazu kann gut sichtbar im Eingang bzw. Eingangsbereich platziert werden.
Die ausgefüllten Unterschriftenlisten senden Sie folgend per Post, Fax oder E-Mail direkt an den BED e.V.

Die Angst unter den Medizinern ist so groß, dass viele, trotz des zu niedrigen Etats, Ihren Budgetrahmen noch nicht einmal ausschöpfen!
Der zuständige Leiter der Gemeinsamen Prüfungseinrichtung Martin Neubürger urteilte hingegen, dass die Budgets offensichtlich ausreichen, da diese nicht bis an die Grenze genutzt würden.
„Man träfe sicherlich nicht die Falschen, wenn Fango und Massage- also Wellnessbehandlungen- verordnet würden, so Neubürger.
Herr Neubürger zog damit nicht nur den Unmut sämtlicher Zuhörer auf sich, sondern auch den von Herrn van Elten, einem Allgemeinmediziner aus Brakel, ebenso wie von Frau Hartwig, engagierte Publizistin und Autorin, die beide an der Diskussion teilnahmen.

Denn faktisch zählt Fango nicht zu den Wellnessbehandlungen. Viel wichtiger als solche Einzelfälle ist jedoch die generelle Tatsache, dass alle Ärzte unverschuldet in ein Prüfverfahren kommen können.
Diese Prüfverfahren laufen über Jahre und sind mit erheblichem Aufwand für den Arzt verbunden. Sämtliche Verordnungen sind zusammenzustellen und zu dokumentieren. Die Zeiträume betreffen häufig Jahre. Der Ausgang ist unsicher.
Praxisbesonderheiten werden jedoch erst innerhalb und nicht vor Einleitung einer Prüfung berücksichtigt, so dass Mediziner, die Besonderheiten in ihren Praxen zu verzeichnen haben, jährlich mit neuen Prüfungen rechnen müssen.

Therapeuten können hier viel Unterstützung leisten, indem Sie die komplette Dokumentation sämtlicher zugewiesener Heilmittelpatienten übernehmen und verwalten, so dass der Mediziner stets die gesammelte Übersicht erhält und diese nicht selbst zusammenstellen muss.
Die Zeitersparnis ist dabei für den  Mediziner immens. Bieten Sie daher aktiv und generelle den Ärzten dabei Ihre Mithilfe an.

Die Stimmung am Diskussionsabend war emotional sehr aufgeheizt, so dass eine Verursacheranalyse nicht stattfinden konnte und die Verantwortlichen sich abermals jener Verantwortung entziehen konnten.
Besonders negativ fiel dabei die AOK Westfalen- Lippe auf, die erst gar nicht zur Diskussion erschien und bereits zu Beginn des Jahres angekündigte Terminschwierigkeiten zu haben.

Der Initiator der Podiumsdiskussion Ralf Mertens benötigte 5 Monate, um dieses Treffen zu organisieren. Ob es einen Folgetermin gibt, dass weiß der Patient Herr Mertens noch nicht.
300 € Sponsoringzuschuss hat er erhalten. 1.600 € hat ihn diese Veranstaltung gekostet.

Um die Abwärtsspirale zu verhindern müssen Patienten, Ärzte und Heilmittelerbringer gemeinsam aktiv werden.
Tragen Sie persönlich mit Ihrer Unterschrift dazu bei.

Bei Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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