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Medienkampagne mit mehr als fragwürdigen Zahlen im Heilmittelbereich durch Krankenkassen

Veröffentlicht am 13.04.2022

BED e.V. fordert BMG zum Einschreiten auf

-----Therapeut*innen als Verursacher der Finanzprobleme der Krankenkassen gebrandmarkt------

Nachdem der BED e.V. immer wieder beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf die unzureichende und falsche Datenlage hinwies, sollte schon im vergangenen Jahr ein vom BMG moderierter Workshop zum Thema Statistiken, Zahlen, Daten & Fakten im Heilmittelbereich stattfinden.

Wenn wir das große Potential der Heilmittelerbringer*innen nutzen wollen, dann braucht es dazu fundiertes und neutral überprüfbares Zahlenmaterial.

Auf Nachfrage, wann denn der zwischenzeitlich nun längst überfällige Workshop starten kann, teilte das BMG jüngst mit, dass aufgrund der Neubesetzung der Abteilungsleitung zunächst mit diesem die Planung über den Zeitablauf und die Priorisierung der Themen aussteht.

Dafür haben wir Verständnis, mussten an der Stelle jedoch eindringlich darum bitten, dass sich das BMG dennoch zeitnah des Themas „Zahlen“ annimmt.

Dass dieses Thema brandaktuell ist und zukünftig noch an Relevanz gewinnt, sieht man anhand der insbesondere seitens der Barmer seit Monaten durchgeführten Medienkampagne mit mehr als zweifelhaften Zahlen und Rückschlüssen zum Heilmittelbereich durch den barmereigenen "Heilmittelreport".

Nicht zuletzt umfasst unsere Kritik auch die Beschaffung dieser Daten.

Allein schon datenschutzrechtlich als auch wettbewerbsrechtlich ist die ungefragte Verwendung der eigenen Gehälter von bei der Barmer versicherten Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen durch die Barmer ein Unding, mal ganz unabhängig vom mehr als fragwürdigen Zweck und der daraus resultierenden Verhohnepipelung der gesamten Heilmittelbranche.

Sehr enttäuschend ist auch das Verhalten der Presse, die wohl meint, das sei eine gute Story und ungeprüft veröffentlicht. Allen voran die ❌@welt.de, die als erste auch noch exklusiv berichtete. Weder auf mehrfache E-Mail-Nachfragen, noch auf Anrufe reagierte dieses Presseorgan konfrontiert mit unseren Belegen der falschen Tatsachen.

Dafür wird sich die Barmer mit Anzeigenschaltungen sicher bei dem Blatt erkenntlich zeigen können.

Die verzerrte Darstellung von sich am geringen Verdienst bereichernden Praxisinhabenden durch Dumpinglöhne, die selbst -trotz gesetzgeberischer Vorgabe über viele Jahre und auch weiterhin KEINE wirtschaftliche Vergütung erhalten-, ist nicht nur unethisch, sondern nur noch dreist.

BKK- und AOK-Verband hängen sich mit an diese Art von Berichterstattung dran und berichten ebenfalls auf Basis von eigenem, der Öffentlichkeit nicht zugänglichem, geschweige denn überprüfbarem Zahlenmaterial, nach eigenem Gutdünken.

Wir hoffen sehr, dass der neuer Abteilungsleiter im BMG, der selbst seit vielen Jahren und bis zuletzt beim GKV-Spitzenverband gearbeitet hat, nun in seiner neuen Funktion neutral im Sinne der Versorgung die Sachlage bewertet…

Es kann und darf nicht sein, dass Heilmittelerbringende immer wieder durch unrichtige Aussagen durch eigens seitens der Krankenkassen erhobene statistische Daten nicht nur in Misskredit geraten, sondern die gesamte Berufsgruppe zu Lasten der Versorgung Schaden nimmt.

Daher haben wir das Ministerium für Gesundheit aufgefordert von seiner Seite auf Krankenkassen und deren Verbände einzuwirken, dass, solange keine tragfähigen neutralen Zahlen im Heilmittelbereich vorliegen, weil das BMG das nach eigenen Angaben derzeit noch nicht schafft, jene gefärbte Berichterstattung unterlassen wird, um Schlimmeres für die Versorgung noch zu verhindern.

Es wird bewusst ein falsches Bild in der Öffentlichkeit gemalt, das nicht nur den Fachkräftemangel weiter intensiviert, sondern die Therapeut*innen als Verursacher der Finanzprobleme der Krankenkassen brandmarkt.

Wer bei einer Finanzlücke von 17 MRD € auf Nachfrage für die Ursache als Kassenverband angibt, man hätte schließlich eine Million im Heilmittelbereich mehr ausgegeben, der zeigt wohl sehr deutlich WER hier nicht mit Geld umgehen kann.

Wir haben das BMG dazu um neuerliche Rücksprache gebeten.

 

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