Veröffentlicht am 12.06.2026

Grafik: Bundesverband für Ergotherapeut:innen in Deutschland (BED) e.V., KI-unterstützt erstellt.
BED fordert Nachbesserung im parlamentarischen Verfahren und prüft rechtliche Schritte wegen fehlender Beteiligung
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz greift tief in die Heilmittelversorgung ein. Es betrifft Vergütungsverhandlungen, Blankoverordnung, Zuzahlungen, Praxisorganisation und damit unmittelbar die Versorgung von Patient*innen.
Trotz dieser Tragweite zeigt das Verfahren ein grundlegendes Problem: Die praktischen Folgen für Heilmittelpraxen, Therapierende und Patient*innen wurden aus Sicht des BED nicht hinreichend und nicht rechtzeitig einbezogen.
Hier geht es also um das Wichtigste überhaupt, nämlich um die Qualität demokratischer Gesetzgebung.
Gesetze, die Versorgung verändern, müssen vor ihrer Verabschiedung die Versorgungspraxis kennen. Wer Therapie, Praxisabläufe, Dokumentation, Abrechnung und Patient*innenbelastung nicht rechtzeitig mitdenkt, riskiert Regelungen, die auf dem Papier plausibel wirken, aber im Alltag erhebliche Folgekosten, Versorgungsprobleme und zusätzliche Bürokratie auslösen.
Veröffentlicht am 12.06.2026 - Aktualisiert am 12.06.2026
VIELGEFRAGT: Kann ich mehrere Schienen auf einer Verordnung erstellen?
Wir informieren unsere Mitglieder.
Veröffentlicht am 12.06.2026
Heilmittelversorgung ist Teil der Lösung
Wer hier kürzt, spart nicht nachhaltig, sondern verschiebt Kosten unmittelbar in andere Bereiche.
Nutzen Sie die letzten Chancen, die katastrophalen Auswirkungen der geplanten Gesundheitsreform noch abzuwenden.
und so zeitnah wie möglich an Ihre Bundestagsabgeordneten senden.
Veröffentlicht am 12.06.2026
Mehr Handlungsspielraum in die Ergotherapie
Mit der sektoralen Heilpraktikererlaubnis können Ergotherapierende Patient*innen auch ohne ärztliche Verordnung behandeln. Damit entsteht ein zusätzlicher Versorgungsweg für Menschen, die zeitnah Unterstützung benötigen, sich in Übergängen zwischen Klinik, Reha und ambulanter Versorgung befinden oder bewusst ergotherapeutische Leistungen als Selbstzahlende in Anspruch nehmen möchten.
Veröffentlicht am 12.06.2026

Mit der sektoralen Heilpraktikererlaubnis können Sie ergotherapeutische Leistungen auch ohne ärztliche Verordnung anbieten. Das erweitert den Zugang zu Patient*innen und macht Ihre Praxis unabhängiger von Verordnungswegen.
Das InWi bietet ab sofort Vorbereitungskurse dazu an - wahlweise online oder in Präsenz.
Veröffentlicht am 12.06.2026
VIELGEFRAGT: Wie ist zu verfahren, wenn nur einer der beiden ICD-10-Codes zur Diagnosegruppe passt?
Wir informieren unsere Mitglieder.
Veröffentlicht am 09.06.2026
Gerne leiten wir Ihnen hier die Einladung zur Gesundheitsmesse am 13.06.2026 in Duisburg weiter:

Veröffentlicht am 08.06.2026
Alle Bereiche des Gesundheitswesens stehen derzeit unter finanziellem Druck. Mit dem Kabinettsentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz stehen auch im Heilmittelbereich Maßnahmen im Raum, die in der öffentlichen Wahrnehmung zunächst wie Einsparungen wirken können: Begrenzung der Vergütungsentwicklung, höhere Zuzahlungen für Patient*innen und Eingriffe in die Blankoverordnung.
Aus Versorgungssicht ist diese Betrachtung jedoch zu kurz gedacht.
Was bei Heilmitteln gekürzt wird, verschwindet nicht aus dem Versorgungssystem. Es taucht unmittelbar an anderer Stelle wieder auf: als verzögerte Behandlung, längere Arbeitsunfähigkeit, verspätete Rückkehr in Arbeit, früherer Pflegebedarf, stärkere Belastung ärztlicher und stationärer Versorgung und damit als Mehrkosten genau dort, wo die Politik eigentlich entlasten will.
Genau diesen Zusammenhang arbeitet ein aktuelles Papier von Tina Wüstefeld und Thomas Kanitz im Namen des Bündnisses Zukunft Therapieberufe heraus.
Das Papier zeigt wissenschaftlich fundiert und konsequent aus Versorgungsperspektive: Heilmittelversorgung ist kein nachrangiger Kostenblock. Sie unterstützt Menschen dabei, beweglich, handlungsfähig, kommunikationsfähig, selbstständig und erwerbsfähig zu bleiben oder diese Fähigkeiten wiederzuerlangen. Damit leistet sie einen unmittelbaren Beitrag dazu, Folgekosten in anderen Bereichen zu vermeiden.
Veröffentlicht am 05.06.2026

Viele Praxisinhaber*innen stehen derzeit vor der Frage, ob und wie sie ihre Praxis weiterentwickeln und personell wachsen können. Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, Kosten steigen und jede Personalentscheidung muss gut überlegt sein. Gleichzeitig gilt: Gerade unter wirtschaftlichem Druck wird es umso wichtiger, Menschen ins Team zu holen, die wirklich zur Praxis passen.
Denn Mitarbeitende, die die Werte, Haltung und Arbeitsweise Ihrer Praxis mittragen, verursachen weniger Reibung im Alltag. Es entstehen weniger Konflikte, weniger Wechsel, weniger Ausfälle und langfristig mehr Stabilität. Passende Mitarbeitende sind deshalb nicht nur eine fachliche Entlastung, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor.
Das nächste Seminar „Mitarbeitende – finden, halten, fördern“ startet bereits im Juni und zeigt, wie Sie gezielt die Menschen ansprechen, die zu Ihrer Praxis passen.
Veröffentlicht am 05.06.2026

Mit diesem Artikel erinnern wir Sie an unseren Aufruf zur Protestaktion am 11.06.26 vor dem Bundestag in Berlin. Seien Sie dabei, weil jede*r zählt!
Ziel ist es, möglichst viele Therapierende, Praxen und Unterstützer aus allen Heilmittelberufen zusammenzubringen, um gemeinsam ein starkes und friedliches Zeichen gegen den Kabinettsentwurf des GKV-Beitragstabilisierungsgesetzes und für die Zukunft der Versorgung zu setzen.