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Wenn Personalsuche zum Notfall wird

Veröffentlicht am 31.07.2026

Recruiting 101 - Mit diesem Beitrag startet eine dreiteilige Reihe zum Thema nachhaltige Personalgewinnung.

InWi (Institut Wissen)

Eine Mitarbeitende kündigt, reduziert ihre Arbeitszeit oder fällt ungeplant längerfristig aus. Gleichzeitig ist das bestehende Team bereits ausgelastet, Termine können nicht mal eben umverteilt werden. Plötzlich wird die Personalgewinnung zur dringendsten Aufgabe der Praxis.

Eine Stellenanzeige wird veröffentlicht, das eigene Netzwerk aktiviert und vielleicht noch ein Beitrag auf Social Media geteilt. Nun soll möglichst schnell eine Bewerbung eingehen. Bleibt diese aus, entsteht leicht der Eindruck, die Maßnahmen würden nicht funktionieren oder der Fachkräftemangel mache eine erfolgreiche Personalsuche ohnehin unmöglich.

Das Problem liegt jedoch häufig nicht allein in der Maßnahme. Es liegt im Zeitpunkt, zu dem sie beginnt. Wer erst mit dem Recruiting beginnt, wenn eine Stelle dringend besetzt werden muss, verbindet jede Maßnahme mit einer unmittelbaren Erwartung: Es muss jetzt eine Bewerbung entstehen.

Personalgewinnung funktioniert jedoch nicht wie eine Bestellung. Therapierende müssen die Praxis zunächst wahrnehmen, eine Vorstellung von ihr entwickeln und einen Anlass haben, sich mit einem möglichen Wechsel zu beschäftigen. Taucht eine Praxis nur dann als Arbeitgebende auf, wenn sie dringend jemanden braucht, fehlt diese Vorbereitung. Die Personalsuche beginnt unter Zeitdruck, obwohl Sichtbarkeit und Kontakte erst aufgebaut werden müssten. Aus einer einzelnen Stellenanzeige entsteht noch keine Recruitingstrategie.

Recruiting ohne freie stelle ?

Kontinuierliches Recruiting bedeutet nicht, dauerhaft dieselbe Stellenanzeige zu veröffentlichen. Es bedeutet, als Praxis auch dann sichtbar und ansprechbar zu bleiben, wenn gerade keine akute Lücke besteht. Dazu können Kontakte zu Ausbildungsstätten, gute Praktikumserfahrungen oder Einblicke in den Praxisalltag beitragen. Auch der regelmäßige Austausch mit anderen Praxen und Therapierenden gehört dazu.

Entsteht ein interessanter Kontakt zu einem Zeitpunkt, an dem das Team vollständig ist, muss dieser nicht verloren gehen. Die Verbindung kann gepflegt oder an eine befreundete Praxis weitergegeben werden. Lebenssituationen und Personalbedarfe verändern sich immer wieder.

Recruiting wird dadurch von einer hektischen Reaktion auf eine freie Stelle zu einer langfristigen Aufgabe der Praxisentwicklung.

Das lernen Sie im Seminar

Im Seminar "Mitarbeitende finden, die bleiben" entwickeln Sie eine Personalgewinnungsstrategie, die nicht erst bei der nächsten Kündigung beginnt.

Sie setzen sich damit auseinander, wie Sie Ihre Praxis kontinuierlich sichtbar machen, passende Kontaktpunkte auswählen und Recruitingaufgaben planbar in Ihren Praxisalltag integrieren können.

Dabei geht es nicht darum, überall gleichzeitig präsent zu sein. Sie entwickeln einen Ablauf, der zu Ihrer Praxis und Ihren zeitlichen Möglichkeiten passt.

Ihr Praxisvorteil

Ein kontinuierlicher Recruitingprozess verringert die Gefahr, bei einer plötzlich freien Stelle vollständig bei null beginnen zu müssen. Kontakte, Kommunikationswege und geeignete Maßnahmen sind bereits vorhanden.

Dadurch wird die Personalsuche besser planbar. Statt unter hohem Zeitdruck wahllos Maßnahmen auszuprobieren, können Sie auf eine vorbereitete Strategie zurückgreifen und Ihre Ressourcen gezielter einsetzen.

Für BED-Mitglieder: 20 Prozent Vorteil

Als Mitglied im BED profitieren Sie dauerhaft von 20 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr aller InWi Seminare.

Termine und Anmeldung

"Mitarbeitende finden, die bleiben" (2-tägiger Kurs)

📅 Mittwoch, 09.12.2026 | 17:30–20:30 Uhr

📅 Mittwoch, 16.12.2026 | 17:30–20:30 Uhr | Online (7 UE/ FP)

Zur Anmeldung

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Unser Fortbildungsprogramm wächst stetig weiter mit Themen, die für den therapeutischen Alltag immer relevanter werden. Ein regelmäßiger Blick auf unsere Webseite oder auf unseren Instagram Kanal lohnt sich.


Die weiteren Teile erscheinen am 14. und 28.08.

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Auf unserer Webseite arbeiten wir teilweise sprachlich dem Duden entsprechend mit dem generischen Maskulinum. Dies bedeutet, dass die allgemein bekannte verallgemeinernde, grammatikalisch männliche Bezeichnung gewählt wird. Hiermit sind in jedem Fall Personen aller Geschlechter gleichermaßen gemeint.
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