Veröffentlicht am 16.10.2026

Schmerz entsteht nicht allein durch belastetes oder verändertes Gewebe, sondern wird durch verschiedene biologische und kontextbezogene Faktoren beeinflusst.
Für die therapeutische Arbeit bedeutet das: Strukturelle Befunde bleiben wichtig, erklären das individuelle Schmerzerleben aber nicht immer vollständig.
Gerade bei länger anhaltenden Beschwerden ist deshalb eine differenziertere Betrachtung wichtig. Neben Nozizeption und Sensibilisierung können auch Erwartungen das Schmerzerleben beeinflussen. Ebenso spielt die Art der Kommunikation eine Rolle.
Was wir sagen, wirkt mit
Das macht auch unsere Kommunikation zu einem relevanten Teil der Therapie.
„Mit dieser Bewegung müssen Sie vorsichtig sein.“
Solche Aussagen können Patient*innen verunsichern und den Eindruck verstärken, dass mit der Schulter etwas grundsätzlich nicht stimmt. Wer davon ausgeht, dass Bewegung weiteren Schaden verursachen könnte, wird diese möglicherweise zunehmend vermeiden.
Umgekehrt geht es nicht darum, Schmerzen kleinzureden oder strukturelle Befunde zu ignorieren.
Es geht darum, Befunde verständlich einzuordnen, ohne unnötige Unsicherheit zu erzeugen. Gerade bei Schulterschmerzen ist das relevant: Es stehen zahlreiche Tests und bildgebende Verfahren zur Verfügung, doch nicht jeder Befund hilft gleichermaßen bei der therapeutischen Entscheidung.
Entscheidend ist, welche Information für die individuelle Situation tatsächlich relevant ist und wie sie zur Patientengeschichte und zum funktionellen Problem passt.
Mit der Blankoverordnung gewinnt diese Einordnung zusätzlich an Bedeutung, weil Therapierende mehr Verantwortung für ihre therapeutischen Entscheidungen übernehmen.
Zwei Seminare, ein gemeinsames Ziel
Gemeinsam mit BEST Basis effektiver Schmerztherapie bieten wir zwei Fortbildungen an, die genau hier ansetzen: Das „Schmerz Einmaleins Online“ vermittelt die Grundlagen eines modernen Schmerzverständnisses, das „Update Schulterschmerz“ überträgt dieses Wissen auf ein häufiges Beschwerdebild aus der therapeutischen Praxis.
Das Schmerz Einmaleins Online powered by BEST
Im „Schmerz Einmaleins Online“ mit Jonas Weber und Anton Stampa geht es um das grundlegende Verständnis moderner Schmerztherapie. Sie beschäftigen sich mit dem Unterschied zwischen Nozizeption und Schmerz, Sensibilisierung sowie Placebo und Nocebo. Kontextfaktoren und verbreitete Schmerzmythen werden ebenso betrachtet wie konkrete therapeutische Ansätze, beispielsweise Graded Motor Imagery oder Verhaltensexperimente. Ziel ist, komplexe Schmerzverläufe besser zu verstehen und daraus passende therapeutische Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.
Das Schmerz Einmaleins Online powered by BEST
mit Jonas Weber und Anton Stampa
📅 Samstag, 14.11.2026 I 8:00 - 17:00 Uhr
📅 Samstag, 21.11.2026 I 8:00 - 17:00 Uhr I online (22 UE/ FP)
Zur Anmeldung
Update Schulterschmerz powered by BEST
Das „Update Schulterschmerz“ mit Jonas Weber überträgt diesen differenzierten Blick auf ein konkretes und häufiges Beschwerdebild. Sie frischen Ihr Wissen zu Assessments und physiologischen Grundlagen auf und beschäftigen sich damit, welche Tests oder bildgebenden Befunde für Ihre Entscheidungen tatsächlich relevant sind. Ebenso geht es um typische Beschwerdebilder der Schulter, moderne Therapieansätze und eine Kommunikation, die Patient*innen verständlich informiert, ohne unnötige Unsicherheit zu erzeugen. Gerade mit Blick auf die Blankoverordnung unterstützt Sie das Seminar dabei, Entscheidungen fachlich begründet zu treffen.
Update Schulterschmerz powered by BEST
mit Jonas Weber
📅 Samstag, 24.10.2026 | 09:00 bis 12:30 Uhr I online (4 UE/FP)
Zur Anmeldung
Ihr Praxisvorteil
Ein modernes Schmerzverständnis hilft Ihnen, Befunde nicht isoliert zu betrachten. Sie können Patient*innen verständlicher erklären, warum Schmerzen entstehen oder bestehen bleiben können, und therapeutische Entscheidungen bewusster treffen.
Das schafft mehr Sicherheit bei komplexen Verläufen und erweitert Ihre Handlungsmöglichkeiten, sowohl bei chronischen Schmerzen als auch bei konkreten Beschwerdebildern wie der Schulter.
Für BED Mitglieder: 20 Prozent Vorteil
Als Mitglied im BED e. V. profitieren Sie dauerhaft von 20 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr aller InWi Seminare.
Neugierig geworden?
Unser Fortbildungsprogramm wächst stetig weiter mit Themen, die für den therapeutischen Alltag immer relevanter werden. Ein regelmäßiger Blick auf unsere Website oder auf unseren Instagram Kanal lohnt sich.