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VERLÄNGERUNG: Unterbrechungsfristen, Verordnungsänderungen, etc -> Details zu den Sonderregelungen der GKV

Veröffentlicht am 20.04.2020
Aktualisiert am 26.05.2020

ACHTUNG: Unten stehende Regelungen galten NUR BIS ZUM 30.06.2020 !!

Besonderheiten ab dem 01.07.2020 finden Sie in unserem Artikel:

Sonderregelungen der GKV für alle Behandlungen bis einschließlich 30.06.2020 verlängert -> Besonderheiten im Text farblich dargestellt


Die aktuelle Änderung der Heilmittelrichtlinie vom 27. März 2020 mit Inkrafttreten am 09. März 2020 gelten zunächst bis 31. Mai 2020 (derzeit in der Überarbeitung - Verlängerung ebenfalls geplant):



Aufgrund von Nachfragen erläutern wir im Folgenden die einzelnen Punkte:


1. Behandlungsbeginn

Für alle Verordnungen mit Ausstellungsdatum NACH dem 18. Februar 2020 gelten die Fristen für den Behandlungsbeginn NICHT, sodass die Behandlung ohne weiteres auch später als 14 Tage nach Ausstellungsdatum begonnen werden kann.


2. Unterbrechungsfristen

Sofern die letzte Behandlung auf einer Verordnung VOR einer Unterbrechung NACH dem 17. Februar 2020 lag, gelten die Fristen für Behandlungsunterbrechungen NICHT, sodass Behandlungsunterbrechungen ohne weiteres länger sein dürfen. Die vereinbarten Unterbrechungsfristen werden nicht geprüft.


3. Teilabrechnungen 
  • einmalig pro Verordnung bis 31.05.2020 (Rechnungseingang bei der Krankenkasse) zulässig -> Sofern Sie über ein Abrechnungszentrum abrechnen klären Sie bei Teilabrechnungen, dass diese Frist unbedingt eingehalten werden muss! -> ACHTUNG: 31.05.2020 - Diese Frist wurde NICHT verlängert !!
  • 1. Teil-Abrechnung mit dem Original wie üblich mit Zusatz "Zwischenabrechnung"
  • 2. Teil-Abrechnung mit Kopie, auf der die übrigen originalen Unterschriften des Versicherten/der betreuenden Person stehen, wobei natürlich dann nur die neuen Einheiten abgerechnet werden dürfen. Bereits abgerechnete Leistungen sind auf der Verordnungskopie durch einen Vermerk kenntlich zu machen und können nicht erneut nach Beendigung der Behandlungsserie in Rechnung gestellt werden. 

4. Häufigkeit Abrechnung

Derzeit sind Abrechnungen auch mehrmals im Monat zulässig, sodass beendete oder abgebrochene Verordnungen zeitnah abgerechnet werden können. 


5. Verordnungsänderungen

Notwendige Änderungen bzw. Ergänzungen auf einer Verordnung bei offensichtlichen Fehlern bezüglich der Vorgaben der Heilmittelrichtlinie können Leistungserbringer derzeit selbst und ohne Rücksprache mit dem Arzt vornehmen. Dies bezieht sich ausschließlich auf FALSCH oder UNVOLLSTÄNDIG ausgefüllte Verordnungen - ab 05. Mai 2020 nur zulässig bei Verordnungen mit Ausstellungsdatum ab dem 18.02.2020 - . 

Ohne Rücksprache mit dem Arzt können derzeit also geändert oder ergänzt werden:
  • Art der Verordnung (Erst-, Folgeverordnung oder Verordnung außerhalb des Regelfalls)
  • Indikationsschlüssel
  • Leitsymptomatik
  • Medizinische Begründung bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls
Ein späterer Behandlungsbeginn muss derzeit nicht vereinbart und daher auch nicht auf der Verordnung notiert werden (s. o. Punkt 1)

Alle anderen Änderungen können nach den sonst auch geltenden Regeln durchgeführt werden. Siehe unser Stichwort Verordnungsänderungen
Insbesondere die Ergänzung zusätzlicher Leistungen wie Hausbesuch, thermische Anwendung oder die Änderung des Heilmittels oder der Anzahl der Einheiten sind nur durch den Arzt zulässig.


6. Telemedizin

Sofern die ergotherapeutischen Behandlungen aus therapeutischer Sicht auch im Rahmen einer Videobehandlung stattfinden können, ist dies mit vorheriger Einwilligung der Versicherten möglich. Die Videobehandlung muss in Räumen stattfinden, die Privatsphäre bieten. Die beim Leistungserbringer und bei den Versicherten vorhandene Technik muss eine angemessene gegenseitige Kommunikation gewährleisten.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Artikel: Videobehandlung in der Ergotherapie


7. Zulassungsvoraussetzungen

Bei bereits zugelassenen Praxen sind derzeit folgende Dinge zulässig, sofern sie auf die Pandemie zurückzuführen sind: 
  • Reduzierung der Öffnungszeiten
  • Abwesenheit/Beendigung des Arbeitsverhältnisses der fachlichen Leitung
  • Jobsharing-Verfahren der fachlichen Leitung auch auf mehr als zwei Therapeutinnen oder Therapeuten
Anträge auf Zulassung sollen aktuell ausschließlich per E-Mail an die zuständigen Arbeitsgemeinschaften übermittelt werden. Die Bestätigung erfolgt zunächst auch per E- Mail.


8. Mögliche Zahlungsverzögerungen

Die Krankenkassenverbände weisen darauf hin, dass die Corona-Auswirkungen ebenfalls zu Problemen in der operativen Bearbeitung bei den Krankenkassen und/oder Abrechnungsdienstleister führen kann.


9. Hygienepauschale

Die Hygienepauschale in Höhe von 1,50 Euro je Verordnung kann ausschließlich über die neue Positionsnummer X9944 für alle Heilmittelbereiche abgerechnet werden, für Ergotherapie also Position 59944

Zuzahlungen werden für diese Position nicht erhoben.

Für die Abrechnung der Position ist der Tag der letzten Behandlung innerhalb einer Verordnung im Rahmen der Rechnungsstellung anzugeben.

Die Position kann nur für Verordnungen abgerechnet werden, die im Zeitraum 05.05.2020 bis 30.09.2020 erstmals zur Rechnungsstellung eingereicht werden. Besprechen Sie diese Fristen, falls Sie über ein Abrechnungszentrum abrechnen!

Für Verordnungen die vor dem 05.05.2020 zur Abrechnung mit der Krankenkasse eingereicht wurden erfolgt keine Nachberechnung
Bei Teilabrechnungen erfolgt die Abrechnung der Positionsnummer X9944 einmalig mit der Schlussrechnung.
Die Positionsnummer kann nach dem 30.09.2020 (Rechnungseingang bei der Krankenkasse) nicht mehr abgerechnet werden. 
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