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Unterlagen für den Praxisalltag >> Regresssicher Verordnen durch Langfristigen Heilmittelbedarf und Besonderen Verordnungsbedarf auch in 2021
Unterlagen für den Praxisalltag >> Alles neu 2021: HMR und Rahmenvertrag >> Regresssicher Verordnen durch Langfristigen Heilmittelbedarf und Besonderen Verordnungsbedarf auch in 2021

Regresssicher Verordnen durch Langfristigen Heilmittelbedarf und Besonderen Verordnungsbedarf auch in 2021

Veröffentlicht am 19.11.2020

Bei all´ den vielen Neuerungen, welche uns zum Jahreswechsel im Heilmittelbereich ins Haus stehen, gibt es doch Dinge, welche so bleiben, wie sie jetzt schon sind. Dazu gehören die Verordnungen des Langfristigen Heilmittelbedarfs und des Besonderen Verordnungsbedarfs. 

Langfristiger Heilmittelbedarf wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als Anlage 2 der Heilmittelrichtlinie (HMR) beschlossen.  

Besonderer Verordnungsbedarf wird auf Bundesebene zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband vereinbart.

Welche Vorteile sind damit verbunden?

  • Bei Verordnungen des Langfristigen Heilmittelbedarfs nach § 8 der HMR und des Besonderen Verordnungsbedarf nach § 106b Absatz 2 Satz 4 SGB V (teilweise mit zeitlichen oder anderen Einschränkungen) kann der/die Verordnende davon ausgehen, dass er/sie für diese Verordnungen NICHT in Regress genommen werden kann. Diese Verordnungen sind sozusagen Budget-neutral, weil anerkanntermaßen in diesen Fällen eine Heilmittelbehandlung medizinisch sinnvoll ist.
  • Bei Verordnungen des Langfristigen Heilmittelbedarfs und des Besonderen Verordnungsbedarf dürfen ab dem 01.01.2021 (Inkrafttreten der neuen HMR) in Abhängigkeit von der Frequenz für eine Behandlungsdauer von bis zu 12 Wochen auch mehr als 10 Einheiten pro Verordnung verordnet werden. 
    • Achtung: Bei Verordnungen mit Ausstellungsdatum bis einschließlich 31.12.2020 dürfen ausschließlich Verordnungen außerhalb des Regelfalls (außer SB4) mehr als 10 Einheiten enthalten. Mit Inkraftreten der neuen HMR am 01. Januar 2021 wird es keinen Regelfall mehr geben und die hier dargestellte Regelung gelten.

Wie erkenne ich Verordnungen des Langfristigen Heilmittelbedarfes und des Besonderen Verordnungsbedarfes?

Die KBV veröffentlicht eine Liste, in welcher sowohl langfristiger Heilmittelbedarf als auch Besonderer Verordnungsbedarf übersichtlich dargestellt werden, jeweils als Online-Fassung und als Dokument zum Ausdrucken (siehe unten in diesem Artikel).

Kommunikation mit Verordnenden

Informieren Sie die Verordnenden über diese weiterhin bestehende Möglichkeit des regresssicheren Verordnens und verweisen Sie dabei gerne auch auf die Webseite der KBV, welche unter https://www.kbv.de/html/heilmittel.php#content49045 zutreffend folgendes schreibt (Stand 19.11.2020):

Langfristiger Heilmittelbedarf

Bei welchen Erkrankungen vom Vorliegen eines langfristigen Heilmittelbedarfs auszugehen ist, definiert der Gemeinsame Bundesausschuss unter anderem in einer Diagnoseliste. Bei diesen Diagnosen ist ein Antrags- und Genehmigungsverfahren bei der Krankenkasse nicht mehr erforderlich.

Ist die Erkrankung nicht auf der Diagnoseliste enthalten, kann der Patient einen individuellen Antrag bei seiner Krankenkasse stellen. Für die Genehmigung ist es jedoch maßgeblich, dass die schweren dauerhaften funktionellen und/oder strukturellen Schädigungen mit denen der Diagnoseliste vergleichbar sind.

Verordnungen im Rahmen des langfristigen Heilmittelbedarfs unterliegen nicht der Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Besonderer Verordnungsbedarf

In einer gesonderten Diagnoseliste vereinbaren die KBV und der GKV-Spitzenverband, bei welchen Erkrankungen Patienten oftmals mehr Heilmittel benötigen und daher einen „besonderen Verordnungsbedarf“ haben. Die Kosten für diese Verordnungen werden bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen aus dem Verordnungsvolumen des Vertragsarztes herausgerechnet.  


Gültigkeit bis 31. Dezember 2020:


Gültigkeit ab 01. Januar 2021:


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