Im folgenden haben Sie einen Überblick über die aktuellsten Beiträge in der Rubrik
Berufspolitische Informationen.
Veröffentlicht am 13.06.2006
(06.06.06) Die gesetzlichen Krankenkassen haben das erste Quartal 2006 mit einem Minus von 1,22 Milliarden Euro abgeschlossen. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, belaufen sich die Einnahmen auf insgesamt 34,744 Milliarden Euro. Denen stehen Ausgaben von 35,968 Milliarden Euro gegenüber.
Veröffentlicht am 13.06.2006
12.06.06 (psg). Endspurt in der Arbeitsgruppe "Gesundheitsreform" der Großen Koalition: Bis zur parlamentarischen Sommerpause Anfang Juli sollen die Eckpunkte der Reform feststehen. Bisher ging es um strukturelle Veränderungen auf der Ausgabenseite, die in den Grundzügen feststehen. In diesen Tagen setzt sich das Gremium mit der Frage auseinander, wie die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) auf eine dauerhaft solide Finanzgrundlage gestellt werden kann.
Veröffentlicht am 18.05.2006
Komplexe Therapie kann Gelenkentzündungen bei den Jüngsten stoppen
Fußball kennt Kevin nur vom Spielfeldrand. Wenn seine Klassenkameraden vergnügt toben, muss er zuschauen. Gebremst wird der Achtjährige durch heftige Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken. Kevin ist eines von 15 000 Kindern in Deutschland, die unter Rheuma leiden. Ihnen kann eine eng verzahnte Mischung aus Medikamenten, Bewegung und Psychotherapie helfen, in die häufig die gesamten Familie integriert wird.
Jedes Jahr weist die Statistik rund 1500 Neuerkrankungen der Juvenilen Idiopathischen Arthritis aus, wie Kinderrheuma in der Fachsprache heißt.
Veröffentlicht am 09.05.2006
Äquivalenzprinzip: Grundsatz der Gleichwertigkeit von Leistung und Gegenleistung. Das Äquivalenzprinzip als versicherungsmathematische Relation ist ein Strukturprinzip der privaten Krankenversicherung (PKV). Die Versicherungsbeiträge werden gleichwertig zu den individuellen Risikofaktoren Eintrittsalter, Geschlecht und Vorerkrankungen sowie abhängig vom Selbstbehalt erhoben.
Bonus-Malus-Regelung: Mit der Bonus-Malus-Regelung im Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) soll die Verantwortung des Arztes für sein Verordnungsverhalten gestärkt werden. Dazu vereinbaren Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) jedes Jahr für bestimmte Arzneimittelgruppen so genannte Durchschnittskosten pro definierte Dosiereinheit, die sich bei wirtschaftlicher Verordnungsweise ergeben. Ärzte, die diese Werte überschreiten, müssen einen Teil der Mehrkosten selbst tragen. Unterschreiten die Medikamentenausgaben einer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) den festgelegten Wert, zahlen die Krankenkassen einen Bonus an diese KV. Die verteilt den Bonus an die wirtschaftlich verordnenden Ärzte.
Veröffentlicht am 09.05.2006
Kompetente Unterstützung und Informationen wünschen sich die Patienten von ihren Krankenkassen. Das ergab eine repräsentative Befragung von 1.000 gesetzlich Krankenversicherten durch das Wissenschaftliche Institut der AOK
(WIdO) im April 2006.
Die Grafik können Sie hier online abrufen:
Veröffentlicht am 09.05.2006
2007 müssen die gesetzlichen Krankenkassen mehr als sechs Milliarden Euro an finanziellen Belastungen schultern, die meisten vom Gesetzgeber vorgegeben.
Schwerster Brocken ist die vorgesehene Kürzung des Bundeszuschusses von jetzt 4,2 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro. Der Zuschuss wurde erst mit der Gesundheitsreform 2004 eingeführt, um die versicherungsfremden Leistungen der Kassen etwa für Mutterschaftsgeld zu finanzieren. Die zwei Milliarden Euro Mehrausgaben für Arzneimittel beziehen sich lediglich auf den so genannten Struktureffekt, etwa durch die seit Jahren anhaltende Verschiebung hin zu teureren Präparaten oder durch Preissteigerungen aufgrund anderer Packungsgrößen. Beim Arbeitslosengeld II resultieren die Belastungen aus einer abgesenkten Bemessungsgrenze für die Krankenkassenbeiträge, die der Bund zahlt. Entlastungen bringen die Anhebung des Pauschalbeitragssatzes bei Minijobs von 25 auf 30 Prozent, der Wegfall der Sozialversicherungsfreiheit für Sonntags-/Feiertags- und Nachtzuschläge über 25 Euro pro Stunde sowie das neue Gesetz für mehr Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (AVWG).
Die Grafik können Sie hier online abrufen:
Veröffentlicht am 09.05.2006
03.05.06 (psg). Patienten mit Koronarer Herzkrankheit profitieren vom Disease-Management-Programm (DMP) der AOK. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die das Sozialwissenschaftliche Umfragezentrum der Universität Duisburg/Essen im Frühjahr für den AOK-Bundesverband gemacht hat. So hat mehr als jeder zweite Befragte (53 Prozent) seit Beginn des DMP seine Ernährungsweise umgestellt. "Die Patienten sind durch das DMP informierter und können daher besser mit ihrer Krankheit umgehen³" sagt Dr. Bernhard Egger, Leiter des Stabsbereichs Medizin des AOK-Bundesverbandes.
Veröffentlicht am 09.05.2006
03.05.06 (psg). Als einen Schritt in die grundsätzlich richtige Richtung bezeichnet die AOK die Pläne für eine Liberalisierung des Vertragsarztrechtes. Mehr Flexibilität sei dringend notwendig, sagt Johann-Magnus v. Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. "Ziel muss es sein, die ambulante Versorgung der Versicherten zu verbessern und zugleich bestehende Überversorgung besonders in Ballungsgebieten abzubauen."
Veröffentlicht am 09.05.2006
"Reform der Ärzte-Vergütung und RSA bleiben zwei Seiten einer Medaille"
03.05.06 (psg) Der AOK-Bundesverband warnt davor, die Reform der vertragsärztlichen Vergütung und die Einführung der direkten Morbiditätsorientierung im Risikostrukturausgleich (RSA) der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu entkoppeln. Entgegen bisheriger Beteuerungen der Politik sehe der Gesetzentwurf für ein neues Vertragsarztrecht dies vor, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, am 3. Mai 2006 bei einer Veranstaltung in Liebenwalde bei Berlin:
"Wenn uns die Koalition dieses Kuckucksei ins Nest legt, bleibt es beim Kassen-Wettbewerb um die ,guten Risiken."
Veröffentlicht am 09.05.2006
Ahrens: "Gunst der Stunde für eine dauerhafte Reform nutzen"
03.05.06 (psg) Der AOK-Bundesverband setzt sich für eine dauerhaft wirkende Gesundheitsreform ein. Die Große Koalition biete die Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen und echte Reformen einzuleiten, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens. Kritik übte er am bislang vorliegenden Vorschlag für ein Fondsmodell. Es belaste die Versicherten zusätzlich, löse nicht das Problem sinkender Einnahmen und verursache neue Bürokratie, sagte Ahrens bei einer Veranstaltung seines Verbandes am 3. Mai 2006 in Liebenwalde bei Berlin. Angesichts neuer Milliardenbelastungen für die Kassen schon im nächsten Jahr fordert die AOK eine Zwischenlösung bis zum Wirksamwerden der geplanten Finanzreform.