Im folgenden haben Sie einen Überblick über die aktuellsten Beiträge in der Rubrik
Berufspolitische Informationen.
Veröffentlicht am 15.09.2007
Die Ärztezeitung berichtet:
KV Baden-Württemberg: Kein Verdacht auf eine bewusste Abrechnungsmanipulation im vergangenen Jahr
STUTTGART (mm). Abrechnungsmanipulationen von niedergelassenen Ärzten bleiben in Baden-Württemberg die Ausnahme. Der KV ist derzeit nach Angaben des KVVorsitzenden Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer innerhalb der Ärzteschaft kein einziger Fall erkennbar, bei dem ein solcher Verdachtsmoment vorliegen würde.
Der KV-Chef reagierte damit auf eine Pressemitteilung der Ersatzkassen. Unter allen Leistungserbringern im Gesundheitswesen hätte sich in elf Fällen im vergangenen Jahr der Verdacht auf eine bewusste Abrechnungsmanipulation überhaupt bestätigt, hatte Walter Scheller, Leiter der VdAK/AEV-Landesvertretung in Baden-Württemberg, darin informiert.
Veröffentlicht am 05.09.2007
Die tiergestützte Therapie gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.
Dennoch hat der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen die in Deutschland bekannteste tiergestützte Therapie, die Hippotherapie, weiterhin nicht anerkannt.
2003 beantragte die KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) die Bewertung des therapeutischen Nutzens, da nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen die Hippotherapie bei bestimmten Indikationen zu einer Verbesserung der Grob- und Feinmechanik führe.
Zur Debatte stand allerdings einmal mehr die Physiotherapie, in deren Gesamtkonzept die Hippotherapie optimale Wirkung entwickeln könnte.
Veröffentlicht am 04.09.2007
Aktuelle Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung - 300 Mio. Euro Überschuss im 1. Halbjahr 2007
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erzielte in den Monaten Januar bis Juni 2007 bei Einnahmen von rd. 75,7 Mrd. Euro und Ausgaben von 75,4 Mrd. Euro einen Überschuss von rd. 307 Mio. Euro. Das aktuelle Finanzergebnis fiel damit günstiger aus als im 1. Halbjahr 2006, als die Krankenkassen noch ein Defizit von 50 Mio. Euro verbuchten. Da die Beiträge aus Einmalzahlungen erst in der zweiten Jahreshälfte fließen, spricht vieles dafür, dass die GKV auch im Gesamtjahr 2007 einen Einnahmenüberschuss in einer ähnlichen Größenordnung wie im vergangenen Jahr erzielen wird. Das Jahr 2006 hatten die Krankenkassen mit einem Plus von 1,64 Mrd. Euro abgeschlossen.
Veröffentlicht am 26.08.2007
Detailliertere Angaben über Heilmittel
Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen haben die Transparenz in der Heilmittelversorgung verbessert. Für das erste Quartal dieses Jahres sind erstmalig Auswertungen über Ausgaben- und Mengenentwicklung bei Heilmitteln nach Altersgruppen zugänglich.
Wie die Verbände mitteilen, zeigt sich damit, dass die Gruppe der 65- bis 69-Jährigen die meisten Heilmittel erhält. 860.000 Verordnungen mit einem Ausgabenvolumen von 91 Millionen Euro entfielen im ersten Quartal auf diese Altersgruppe. Das entspricht rund zehn Prozent der Gesamtnettoausgaben der Krankenkassen für Heilmittel von 905 Millionen Euro.
Veröffentlicht am 03.08.2007
Die Diskriminierung älterer Patienten in Deutschland nimmt überhand
Von Ursula Biermann
In Deutschland entsteht eine Drei-Klassen-Medizin. Neben der Unterteilung in Privat- und Kassenpatienten scheint sich eine dritte Gruppe zu bilden: die der älteren Patienten. Da ihre Behandlung häufig als unrentabel empfunden wird, erhalten sie keine adäquaten medizinischen Leistungen.
Als Franz Klein von seiner Frau Malis mit starken Atembeschwerden und dicken Beinen in die Notaufnahme gebracht wird, ist sie in äußerster Sorge. Ihr 73 Jahre alter Mann röchelt nur noch. Der Arzt sieht: Er hat Ödeme, das sind Wassereinlagerungen, in Armen und Beinen. Dagegen bekommt er eine Spritze. Danach soll er wieder nach Hause. Weil er aber nach wie vor nach Luft ringt, wehrt sich Malis Klein dagegen:
Veröffentlicht am 28.05.2007
Rheuma kann auch Kinder treffen. Der „Hüftschnupfen“ zum Beispiel ist eine durchaus häufige Gelenkerkrankung. Die Hüftgelenksentzündung tritt oft in zeitlichem Zusammenhang mit einem Virusinfekt auf und heilt meist innerhalb von 4 Wochen aus. Etwa jede fünfte rheumatische Erkrankung bei Kindern nimmt jedoch einen chronischen Verlauf. Auslösefaktoren können Durchfall- oder Luftwegserkrankungen aber auch die Borrelien bei einem Zeckenbiß sein. Veranlagungsfaktoren im Immunsystem begünstigen das Auftreten und den chronischen Verlauf.
Veröffentlicht am 12.05.2007
Verehrte Leser,
zum „Bill-Urteil“ wurde deshalb unsererseits noch keine Stellung bezogen, da diesem Urteil keinerlei Bedeutung zukommt!
Es handelt es sich lediglich um eine Einzelfallentscheidung, der in der Tat ein besonderer Fall zu Grunde liegt. Eine Pauschalisierung ist hieraus nicht möglich und auch nicht sinnvoll, denn:
Für jeden Therapeuten hat schon immer das Recht bestanden ohne Verordnung zu therapieren!!!
Veröffentlicht am 29.03.2007
Aus Angst, von ihrer eigenen Vereinigung in Regress genommen zu werden, verordnen Ärzte weniger.
Von Jens Peter Meier
Großhansdorf -
Eine zeitlang hat ihr Protest gefruchtet, doch jetzt spüren die Bewohner der Großhansdorfer Wohn- und Rehastätte am Eilbergweg wieder den Rotstift. "Ich bekomme nicht mehr das Therapieangebot, das ich benötige", sagt Petra Laleye (44). Seit einer Hirnblutung ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Doch ihr Arzt weigert sich, ihr Ergotherapie und Krankengymnastik nach ihrem Bedarf zu verordnen. Petra Laleye weiß auch, warum: "Er hat Angst davor, von der Kassenärztlichen Vereinigung in Regress genommen zu werden."
Veröffentlicht am 28.03.2007
Das Bundeskabinett hat heute den Gesetzentwurf zur Umsetzung der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen der Heilberufe beschlossen.
Die Änderungen dienen der Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht. Dabei geht es um Heilberufe, für deren Ausbildung der Bund zuständig ist (z. B. Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten, Pflegeberufe etc.).
Die Richtlinie regelt u. a., dass Berufsgruppen mit einer Ausbildung in Heilberufen in den EU-Staaten gegenseitig anerkannt werden. Außerdem beinhaltet die Richtlinie Erleichterungen für Leistungserbringer, die nur vorübergehend und gelegentlich in einem anderen Mitgliedstaat arbeiten wollen. Sie müssen kein formelles Anerkennungsverfahren durchlaufen.
Veröffentlicht am 13.03.2007
Eine Ergotherapie hilft vielen Kindern, den Alltag leichter zu meistern. „Beispielsweise profitieren Kinder, deren Entwicklung verzögert ist, die für ihr Alter extrem unselbständig und ungeschickt sind, besonders ängstlich, häufig unruhig oder durch eine Behinderung beeinträchtigt sind, von dieser Behandlungsmethode.
Bei der Ergotherapie werden – je nach individueller Problemstellung - Sinneswahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit, Körpergefühl, Bewegungsverhalten oder Geschicklichkeit mit verschiedenen Übungen spielerisch gefördert“, erläutert Dr. Gunhild Kilian-Kornell, Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). „Kinder im Vorschulalter lernen z.B., sich allein an- und auszuziehen, zu basteln oder Rad zu fahren.