Im folgenden haben Sie einen Überblick über die aktuellsten Beiträge in der Rubrik
Berufspolitische Informationen.
Veröffentlicht am 04.04.2006
Düsseldorf/Köln (kobinet) Mit Sorge beobachtet die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe die Praxis verschiedener Ärzte, Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie nicht mehr zu verordnen, weil die Heilmittelbudgets angeblich im Vergleich zum Vorjahr stark gekürzt worden seien. "Von den Auswirkungen einer solchen Verordnungspraxis sind vor allem behinderte Menschen und - ganz besonders - behinderte Kinder betroffen", warnte heute der Dachverband der Selbsthilfeorganisationen behinderter und chronisch kranker Menschen in Deutschland in einer Pressemitteilung. Begrüßt wird die Forderung von Karin Evers-Meyer, der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, die Versorgung behinderter Menschen mit Heilmitteln sicher zu stellen (kobinet 23.3.06).
Veröffentlicht am 29.03.2006
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat der Fusion der AOK Rheinland mit der AOK Hamburg zugestimmt. Damit steht auch der für 2008 geplanten Fusion der AOK Rheinland und der AOK Westfalen-Lippe zur größten bundesdeutschen AOK mit Sitz in Nordrhein-Westfalen nichts mehr im Wege.
Durch die Fusion der Ortskrankenkassen im Rheinland und in Hamburg sollen den Versicherten in Nordrhein-Westfalen keine höheren Kosten entstehen, als wenn es zur Schließung der AOK Hamburg gekommen wäre. Der Entwurf des Staatsvertrages sei im Einvernehmen mit der Freien Hansestadt Hamburg verhandelt worden und wird nun in Kürze dem Landtag zugeleitet, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Veröffentlicht am 20.03.2006
Kiel – Im vergangenen Jahr war es für diejenigen, die Physio-, Ergo- oder Sprachtherapie benötigten, recht einfach. Sie gingen zum Arzt und der schrieb ihnen gegebenenfalls eine entsprechende Verordnung aus. Doch seit dem 1. Januar diesen Jahres ist dies schwieriger geworden.
Die Ärzte sind von den Krankenkassen zu Einsparungen in diesem Bereich angehalten; ansonsten laufen sie Gefahr, dass sie die Mehrkosten aus eigener Tasche zahlen müssen. Bei einer Veranstaltung im Bürgerhaus Kronshagen mit Podiumsgästen aus der Ärzteschaft, Vertretern der Therapeuten, Patienten sowie Krankenkassen äußerten Betroffene ihren Unmut: Viele Ärzte reduzieren die Verordnungen drastisch, weil sie eine persönliche Haftung befürchten, Therapeuten bangen um ihre Existenz und Patienten haben Angst, dass die Sparmaßnahmen auf Kosten ihrer Gesundheit gehen.
Veröffentlicht am 20.03.2006
Mit der Vereinbarung von Praxisbesonderheiten auch für Erwachsene sind die Probleme bei der Verordnung von Heilmitteln in Nordrhein beseitigt“, so Dr. Leonhard Hansen, der Vorsitzende der KV Nordrhein. Der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ist es gestern Abend gelungen, eine Einigung mit den nordrheinischen Krankenkassen zu erzielen.
Probleme bei der Verordnung von Heilmitteln waren entstanden, nachdem zum 1. Januar 2006 erstmals arztbezogene Richtgrößen für die Verordnung von Heilmitteln in Kraft getreten waren. Mit Hilfe dieser vom Gesetzgeber geforderten Richtgrößen soll die Verordnung von Heilmitteln im Rheinland auf ein Volumen von 390 Millionen Euro begrenzt werden. Im Jahr 2005 wurden Heilmittel für insgesamt 415 Millionen Euro verordnet.
Veröffentlicht am 20.03.2006
Oldenburg - Ein Rundschreiben einiger Oldenburger Hausärzte informiert Patienten jetzt über die neuen Heilmittel-Richtlinien und deren Konsequenzen.
Durch die neue Richtlinie, die seit Anfang des Jahres in Kraft ist, steht den Ärzten pro Patient und Quartal nur noch ein bestimmter Geldbetrag für Verordnungen von Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie zur Verfügung. Ziel der Maßnahme ist die Einsparung von rund einem Drittel der bisherigen Kosten für diese Behandlungen. Damit die Richtgrößen eingehalten werden, müssen Ärzte Budgetüberschreitungen aus eigener Tasche bezahlen. So werden für Mitglieder 8,81 Euro, für Familienversicherte 11,39 Euro und für Rentner 21,26 Euro veranschlagt - pro Vierteljahr.
Veröffentlicht am 07.03.2006
Und da wundern sich die Krankenkassen und zweifeln an, dass Heilmittelverordnungen medizinsch notwendig sind...
Immer mehr Auffälligkeiten
Schuleingangsuntersuchung im Kreis Fulda nach einer neuen Methode
Von unserem Redakteur
Rainer Ickler
Veröffentlicht am 22.02.2006
BERLIN (dpa-AFX) - Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck hat die Vorlage eines Gesetzentwurfes zur Gesundheitsreform bis zur Sommerpause des Bundestages angekündigt. Im Deutschlandfunk sagte Struck, er hoffe, dass bis Ende Juni ein solcher Entwurf erarbeitet und bis Ende 2006 beschlossen sei. Die Gesundheitsreform könne dann zum 1. Januar 2007 in Kraft treten.
Eine solche Reform stelle einen dritten Weg zwischen der von der SPD vorgeschlagenen Bürgerversicherung und der vor der Union favorisierten Kopfpauschale dar, sagte Struck. Ein Grundsatz der Reform müsse sein, "dass jeder, unabhängig von seinem Einkommen, die medizinische Versorgung bekommt, die er braucht, auch unabhängig von seinem Alter". Eine "Leitplanke" müsse dabei sein, dass dies mit normalen Krankenversicherungsbeiträgen bewältigt werde.
Veröffentlicht am 22.02.2006
Donnerstag, 16. Februar 2006
Bad Segeberg - In „Rationierungsnöte“ kommen die Ärzte in Schleswig-Holstein nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) des Landes aufgrund der so genannten Heilmittelbudgets. „Bei vorgeschriebener Sparerei war klar, dass die Ärzte in die Situation kommen, festzulegen, wer noch beispielsweise Logopädie erhält und wer die Übungen selbstständig zu Hause machen muss“, kritisierte der KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Bittmann am 16. Februar in Bad Segeberg.
Veröffentlicht am 22.02.2006
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel sind 2005 gegenüber dem Vorjahr um 3,283 Milliarden Euro auf insgesamt 23,393 Milliarden Euro gestiegen – ein Plus von 16,3 Prozent, wie der Deutsche Apothekerverband ermittelt hat. Dabei liegen, wie die Angaben aus den einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen zeigen, die Steigerungsraten regional sehr unterschiedlich.
Veröffentlicht am 22.02.2006
16.02.06 (psg). Bis Ende März will Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ihr Konzept für eine Finanzreform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorlegen. Viel weiter gediehen sind die geplanten Änderungen des Vertragsarztrechtes: Hierzu hat das Ministerium bereits - noch nicht offizielle - Eckpunkte erstellt. Die beschränken sich aber nicht auf eine Reform der vertragsärztlichen Versorgung.